Willkommen bei Forst Finkenzeller

Ihrem Lieferanten für Brennholz, Holzbriketts und Holzpellets

Ofenfertiges Brennholz wird am Markt mit den unterschiedlichsten Maßeinheiten gehandelt. Obwohl als amtliches Maß nur der Kubikmeter
Gültigkeit hat, spricht aus Sicht des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e.V. nichts gegen die Verwendung der gebräuchlichen
Maßeinheiten wie Schüttraummeter, Raummeter oder Festmeter.

Der Ster ist ein älteres Raummaß, welches einen Raummeter Holzscheite von 1 Meter Länge bezeichnet.

Um Missverständnisse und Streitigkeiten über die gelieferte Holzmengen möglichst zu vermeiden, sollte die Bezugsbasis für die Preisfeststellung bereits im Vorfeld eindeutig definiert werden. Aus 1 Ster Meterscheite werden durch zweimaliges Sägen der Scheite und erneutes Aufschichten ca. 0,8 RM Scheite mit einer Länge von 33 cm.
Kleinere Scheite lassen sich enger aufstapeln, daher können mehr Scheite in einem Kubikmeter untergebracht werden. Untenstehende Grafik vom Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe dient zur Veranschaulichung.

Bei Forst Finkenzeller wird der Ster als Verkaufsmaß verwendet.

Umrechnungsfaktoren Raummasse

Biobrennstoffe aus Holz stellen eine kostengünstige Alternative dar. Der heimische Energieträger Holz ist aufgrund seiner regionalen und dauerhaften Verfügbarkeit eine sichere Energiequelle.

Tipp:
Füllen Sie Ihr Lager frühzeitig auf, am Besten schon im Frühjahr oder Sommer, denn in diesen Monaten sind die Brennstoffpreise in der Regel am günstigsten und die Lieferzeiten sehr kurz. Warum dies so ist? Weil auch der Preis von Biobrennstoffen von Angebot und Nachfrage gesteuert wird. Im Frühjahr und Sommer ist das Holz- und Rohstoffangebot am größten und die Nachfrage entsprechend geringer, dadurch der Preis niedriger und auch die Lieferung schnell.

Häufige Fragen:

WIE LANGE MUSS OFENFERTIGES SCHEITHOLZ AN DER LUFT TROCKNEN?

Unter einem Jahr. 1941 wurde bereits durch LANZ Ofenholz von Juli bis September an der Luft auf eine Holzfeuchte von 22% getrocknet. Das Frauenhofer-Institut für Holzforschung hat belegt, dass Brennholz ab September deutlich unter 1 Jahr natürlich getrocknet werden kann. Dieser Versuch endete im Mai nach 250 Tagen. Das IBT zeigt, dass Eichenscheitholz, 33cm, von Oktober bis August von 75% auf 20% Holzfeuchte luftgetrocknet werden kann. Brennholz, das ab Juli aufgesetzt wird, trocknet meist nicht mehr im selben Jahr. Birke dagegen wird sogar über den Winter noch lufttrocken.

WIE FUNKTIONIERT NATÜRLICHE SCHEITHOLZTROCKNUNG?

Die Luft nimmt Feuchte aus dem Scheitholz vor allem über das Hirnholz auf, kühlt ab, wird schwerer als die umgebende Luft und sinkt nach unten. Wird Brennholz also direkt auf den Boden gesetzt, gehen – je nach Stapelhöhe – etwa 5 bis 10% des Heizwertes durch Verottung oder zu hohe Feuchte in den unteren Lagen verloren. Ausreichend Bodenabstand vermeidet Staunässe, Spritzwasser und begünstigt vor allem, dass die feucht-kühle Luft unterhalb des Stapels ablüften kann. Im Sommer kann das Holz ohne Abdeckung besser trocknen, ab September sollte einmal getrocknetes Brennholz gegen Niederschläge abgedeckt gelagert werden.

KÖNNEN ALLE HOLZARTEN VERBRANNT WERDEN?

Grundsätzlich sind alle Holzarten zum Heizen geeignet. Dabei ist Kohlenstoff das wesentliche Element für die Verbrennung. 1kg lufttrockenes Brennholz enthält zwischen 47% und 57% Kohlenstoff. Holzarten unterscheiden sich vor allem in der Rohdichte (=spezifisches Gewicht pro Volumen), Struktur, Abbrandgeschwindigkeit und Geruchsbildung. In Zentral-Holzfeuerungskesseln spielen die Unterschiede der einzelnen Holzarten kaum eine Rolle, weil die Verbrennung gesteuert und geregelt wird. Bei “leichteren” Holzarten muss häufiger nachgelegt werden. Dafür kann z. B. mit Fichte schneller aufgeheizt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch immer eine direkte Wärmeabnahme bzw. ausreichend bemessener Pufferspeicher. In Einzelfeuerungen (Öfen, Kamine) dagegen kann die Abbrandgescheindigkeit nur durch die Dicke und Rohdichte des Brennholzes sowie den Nachlegeintervall bestimmt werden.

LOHNT ES SICH, NASSES SCHEITHOLZ ZU KAUFEN?

Gesägtes und gespaltenes Scheitholz aller gängigen Holzarten kann bei richtiger Lagerung ab Februar bis Oktober an der Luft auf 18-22% Holzfeuchte getrocknet werden. Von April bis August ist die Trocknungsleistung durch direkte Sonneneinstrahlung höher als die Wiederbefeuchtung durch Niederschläge. Daher sollte Scheitholz generell – spätestens aber ab September – gegen Niederschlag geschützt gelagert werden. Abdeckungen dürfen nicht auf dem nassen Holz aufliegen und auf keinen Fall bis zum Boden reichen.

VERLIERT TROCKENES SCHEITHOLZ DURCH LÄNGERE LAGERUNG AN HEIZWERT?

Lufttrockenes Scheitholz verliert bei trockener Lagerung nicht an Heizwert. Ein Heizwertverlust (=Substanzverlust) entsteht durch Insekten- und Pilzbefall infolge falscher Lagerung und Befeuchtung. Die durch Trocknung verloren gegangenen flüchtigen Inhaltsstoffe sind gering und nicht vermeidbar, ebenso der Verlust durch Trockenholzinsekten. Über Langzeiteffekte von trockenem, gelagerten Brennholz ist aus der Literatur nichts bekannt. Wird lufttrockenes Scheitholz im Sommer in einem kühlen Keller eingelagert, kann die feucht-warme Außenluft am Scheitholz kondensieren und Schimmelbefall begünstigen.

IST ES SINNVOLL, SCHEITHOLZ KÜNSTLICH ZU TROCKNEN?

Durch künstliche/technische Trocknung kann der Markt mit Scheitholz versorgt werden, wenn der Vorrat an natürlich getrocknetem Brennholz aufgebraucht ist. In einer langen oder extrem kalten Winterperiode (Februar/März) kann Scheitholz nur noch durch technische Trocknung bereitgestellt werden. Durch künstliche Scheitholztrocknung kann überschüssige Wärme z. B. aus Industrieprozesssen oder Stromerzeugung sinnvoll genutzt werden. Somit wird ein Teil der sonst an die Atmosphäre abgegebenen Wärme in Form eines höheren Heizwertes im Brennholz gespeichert. Durch technisch getrocknetes Scheitholz kann ein institutioneller Brennholzhandel entstehen, sodass ganzjährig und auf Vorrat produziert und der Markt jederzeit mit definiertem Brennholz versorgt werden kann.

WIE FEUCHT/TROCKEN SOLLTE SCHEITHOLZ SEIN?

Trockenes Scheitholz kann eine Holzfeuchte u~12% im Sommer und u~21% im Winter erreichen – je nach Holzart, Region und Klima. Scheitholz mit einer Holzfeuchte zw. 18-22% gilt als lufttrocken. Da Scheitholz i.d.R. in der kalten Saision verbrannt wird, ist es nicht sinnvoll, auf eine Holzfeuchte unter 20% zu trocknen. Diese Feuchte ist sowohl durch natürliche Trocknung gut erreichbar als auch gut für die Verbrennung geeignet. Lufttrockenes Scheitholz verliert bei sachgerechter Lagerung nicht an Heizwert. Mit der “IBT-Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte” und einem handelsüblichen elektrischem Widerstandsmeßgerät kann die Scheitholzfeuchte einfach und hinreichend genau bestimmt werden. Scheitholz sollte einen Tag vor Gebrauch aus dem Vorratslager geholt werden, um es auf Zimmertemperatur aufzuwärmen.

ES GIBTFOLGENDE NORMEN UND QUALITÄTSSTANDARDS FÜR SCHEITHOLZ

- Qualitätszeichen des Bundesverbandes Brennholzhandel und
- produktion e.V. – EN 14961-5 Klassifizierung biogener Festbrennstoffe
- EN 15234-5 Qualitätssicherung biogener Festbrennstoffe
- Gütezeichen der RAL-Gütegemeinschaft Brennholz e.V.
- IBT-Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte

Fazit

Heizen mit Holz etwa in Form von Kaminöfen sorgt nicht nur für ein stimmungsvolles Wohnambiente, sondern ist unter bestimmten Voraussetzungen durchaus auch eine wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Alternative – zumindest aber eine Ergänzung – zu Erdöl oder Erdgas. Das gilt besonders für die Übergangszeit, in der ein kurzfristiges und schnelles Aufheizen der Wohnräume erwünscht ist.